Ratgeber Beitrag im Wohnen.de MagazinMatratze reinigen – Tipps von Wohnen.de zur richtigen Matratzenreinigung

 


Auch ein Frühstück im Bett kann Spuren auf der Matratze hinterlassen - Tipps und Hinweise zur Matratzenreinigung im Wohnen.de Ratgeber.Es passiert schnell, dass ein Fleck durch das Laken hindurch auf die Matratze gelangt. Insbesondere Mütter von Babys und Kleinkindern sind häufiger mit diesem Problem konfrontiert. Aber auch in der Pflege von Angehörigen oder aber im ganz normalen Alltag wie z.B. bei einem Frühstück oder einer Tasse Kaffee im Bett lässt sich eine Verunreinigung der Matratze nicht immer zuverlässig verhindern.

Bei der Reinigung der Matratze ist teilweise Fingerspitzengefühl gefragt, weil beispielsweise zu aggressive Reinigungsmittel tief in das Innere der Matratze eindringen und dort schwerwiegendere Beschädigungen hervorrufen könnten. Aus diesem Grund sollte man für die Matratzenreinigung zunächst mildere Substanzen und Putzmittel in Betracht ziehen und ausprobieren.

Im Ratgeber des Wohnen.de Magazins gehen wir allen wichtigen Fragen zur Reinigung von Matratzen auf den Grund und informieren Sie über alles Wissenswerte. Darüber hinaus finden Sie in unserem Artikel einige Tipps zur effektiven Fleckenentfernung bei Matratzen sowie zur optimalen Matratzenpflege für eine lange Lebensdauer ohne Einschränkungen der Eigenschaften.

Einführung: Aufbau von Matratzen

Einführung Matratzen Aufbau: Im Wesentlichen bestehen Matratzen aus einem Kern und einem Bezug.Die meisten Matratzen setzen sich im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen: dem Matratzenkern und dem Matratzenbezug. Insbesondere bei den Matratzen mit Federkern gibt es noch eine weitere Komponente, die sich am besten mit dem Oberbegriff Polsterung definieren lässt. Die Polsterung ist meistens so ausgeführt, dass man sie entweder zum Kern oder zum Bezug der Matratze rechnen kann (manchmal gibt es auch bei beidem eigene Polsterungen). Aus diesem Grund gehen wir hier jetzt nur näher auf den Matratzenkern und den Matratzenbezug ein:

Kern der Matratze

Der Matratzenkern bestimmt die Haupteigenschaften der Matratze und verleiht ihr so unter anderem ihre ergonomische Funktionalität.

Klassisch sind bei Matratzen die so genannten Federkerne, bei denen der Kern aus einzelnen Stahlfedern zusammengesetzt ist. Dabei unterscheidet man in erster Linie zwischen Bonellfederkernmatratzen und Taschenfederkernmatratzen. Bei den Bonellfederkernmatratzen sind alle Einzelfedern des Kerns über Drahtstege miteinander verbunden. Diese Federkernmatratzen bieten eine flächenelastische Wirkung, da der Federkern aufgrund seiner Konstruktion auf der gesamten Fläche nachgibt. Bei den höherwertigen Taschenfederkernmatratzen ist jede Stahlfeder einzeln in eine Stofftasche eingenäht, was den Namen erklärt. Die einzelnen Federn werden beim Taschenfederkern z.B. reihenweise miteinander verklebt. Bei dieser Art von Federkern geben die Federn punktuell nur da nach, wo sie tatsächlich belastet werden. Man spricht deshalb auch von einer punktelastischen Wirkung. Eine besondere Art des Taschenfederkerns ist der Tonnentaschenfederkern, bei dem die Stahlfedern tonnenförmig (Mitte breiter als oben und unten) ausgeführt sind. Federkernmatratzen bieten generell den Vorteil, dass sie aufgrund des „Pump-Effektes“, der sich aus der Be- und Entlastung der Stahlfedern im Matratzenkern ergibt, besonders gut belüftet werden, was wichtig für ein trocken-gesundes Bettklima ist.

Neben den Federkernmatratzen gibt es eine Vielzahl von so genannten Schaummatratzen. Zu dieser Gruppe gehören nicht nur Kaltschaummatratzen, Viscoschaummatratzen und Gelschaummatratzen, sondern auch die Latexmatratzen, weil hier üblicherweise ebenfalls aufgeschäumter Latex verwendet wird. Die Eigenschaften der Schaummatratzen hängen vom jeweiligen Material ab, so ist Kaltschaum beispielsweise besonders atmungsaktiv und rückstellfähig oder Viscoschaum besonders anpassungsfähig und druckentlastend.

Bezug der Matratze

Der Kern der Matratze wird von einem textilen Mantel umgeben, der als Bezug bezeichnet wird. Dieser Matratzenbezug kann sowohl fest angebracht als auch abnehmbar (mit Reißverschluss) ausgeführt sein. In den meisten Fällen ist der Matratzenbezug so konzipiert, dass er optimal zum Matratzenkern passt und die Funktion sowie die Eigenschaften unterstützt.

Bezogen auf die Matratzenreinigung ist es logisch, dass sich abnehmbare Matratzenbezüge besser säubern lassen als fest am Kern vernähte. Die überwiegende Zahl der abnehmbaren Bezüge ist zudem waschbar ausgeführt, so dass man dabei der Waschmaschine die meiste Arbeit überlassen kann.

Besonders häufig werden Matratzenbezüge aus Drell, Doppeltuch oder Frottee eingesetzt. Vielfach sind die Bezüge mit einer Versteppung versehen. Bei der Versteppung kommt in der Regel Klimavlies zum Einsatz, wodurch ein Beitrag zu einem angenehmen, warmen und trockenen Schlafklima geleistet wird.

Die Textilien aus denen Bezüge für Matratzen hergestellt werden, werden darüber hinaus oft auch noch mit einer zusätzlichen Ausrüstung versehen. Hier sind z.B. das Greenfirst®-Verfahren oder das medicott®-Verfahren zu nennen. Diese Maßnahmen dienen überwiegend einer besonders effektiven Hygiene.


So können Sie Ihre Matratze reinigen

Besitzen Sie eine Matratze mit einem fest vernähten Bezug, ist es wichtig, bei einer gründlichen Reinigung darauf zu achten, dass nicht zu viel Feuchtigkeit in die Matratze eindringt. Dieses kann Ihnen sowohl bei einer manuellen Reinigung mit einem feuchten Lappen als auch mit einer maschinellen Reinigung wie z.B. mit einem Dampfreiniger durchaus passieren. Feuchtigkeit im Matratzeninneren begünstigt die Ausbreitung von Hausstaubmilben und kann zur Bildung von Schimmel führen.

Hat Ihre Matratze im Zuge der Reinigungsmaßnahmen doch zu viel Feuchtigkeit „abbekommen“, sollten Sie sie unbedingt aus dem Bett herausnehmen und hochkant zum Trocknen aufstellen. Platzieren Sie die Matratze erst wieder im Bett, wenn sie absolut trocken ist.

Um die Matratze trocken zu reinigen, können Sie Backpulver oder Natron einsetzen. Verteilen Sie das Pulver einfach gleichmäßig auf der Matratzenoberfläche und lassen Sie es über einen Zeitraum von mehreren Stunden einwirken. Anschließend können Sie das Pulver einfach mithilfe Ihres Staubsaugers von der Matratze absaugen (niedrige Leistungsstufe wählen). Durch diese Behandlung werden Keime, Bakterien und Pilze abgetötet. Zudem neutralisieren Natron und Backpulver Gerüche.

Sie können Ihre Matratze auch fachmännisch reinigen lassen. So stehen verschiedene Spezialunternehmen zur Verfügung, die eine komplette Matratzenreinigung anbieten. Oft besteht dabei die Möglichkeit, die Reinigung der Matratze direkt vor Ort – bei Ihnen zuhause – durchführen zu lassen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine professionelle Matratzenreinigung zu buchen, schauen SIe sich vorher verschiedene Anbieter in Ihrer Umgebung an. Fragen Sie nach, wie die Matratze gereinigt wird und welche Mittel zum Einsatz kommen.

Matratzenbezug waschen

Wenn Ihre Matratze mit einem abnehmbaren und waschbaren Bezug ausgestattet ist, steht Ihnen als Reinigungsoption immer das Waschen des Bezuges zur Verfügung. Auskunft darüber, wie der Bezug gewaschen werden, geben die Pflegesymbole, welche sich meist auf einem eingenähten Etikett befinden:

So lässt sich der Matratzenbezug reinigen und pflegen - Übersicht zu den Pflegesymbolen

Halten Sie sich bei der Reinigung und Pflege des Matratzenbezuges genau an die Hinweise, die Sie aus den Pflegesymbolen herleiten können.

Bei einem sehr großen Matratzenbezug bzw. einem dick versteppten (gepolsterten) Bezug kann dieser zu groß für Ihre Waschmaschine sein. Sollten Sie den Bezug trocken noch irgendwie in Ihre Maschine „gequetscht“ bekommen, wird das Gewicht des Bezuges in nassem Zustand der Maschine auf jeden Fall zusetzen oder sogar für Schäden sorgen. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie überlegen, den Matratzenbezug in die professionelle Reinigung zu geben (falls möglich) oder alternativ einen Waschsalon aufsuchen. – In Waschsalons stehen oft Maschinen mit großem Fassungsvermögen zur Verfügung, die sich beispielsweise sehr gut für das Waschen von Matratzenbezügen u.ä. anbieten.

Allgemeine Tipps rund um die Matratzenreinigung

  • Auch wenn sich Ihr Matratzenbezug „kochen“ – also bei 90°C bzw. 95°C in der Maschine waschen – lassen sollte, ist dieses für ein Hygiene-Optimum nicht erforderlich. Eine Waschtemperatur von 60°C reicht in der Regel vollkommen aus, um alle schädlichen Organismen und Keime zuverlässig zu beseitigen.
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  • Bei der Auswahl einer neuen Matratze sollten Sie darauf achten, dass die Matratze einen abnehmbaren und waschbaren Bezug besitzt. Ideal sind hierbei Bezüge, die sich mithilfe des Reißverschlusses komplett teilen lassen. So können Sie sicher sein, dass der Bezug auf jeden Fall in Ihre Waschmaschine passt.
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  • Sind Allergien vorhanden, sollte der Matratzenbezug der neuen Matratze nicht nur abnehm- und waschbar ausgeführt sein, sondern im Idealfall auch über eine spezielle Ausrüstung verfügen. Es gibt verschiedene Verfahren in der Textilausrüstung, die die Matratze bzw. den Matratzenbezug vor einer Besiedelung mit Hausstaubmilben schützen und dem Allergiker so das Leben erleichtern. Gelegentlich werden derartig ausgerüstete Bezüge für Matratzen auch als Anti-Milben-Bezüge bezeichnet.

Gewaschenen Matratzenbezug trocknen

Generell empfiehlt es sich, den in der Waschmaschine gewaschenen Bezug der Matratze an der Luft trocknen zu lassen. Dazu ziehen Sie den Bezug noch nass bzw. feucht in Form und spannen ihn über die Lehnen von vier Stühlen oder legen ihn über zwei Flügel-Wäschetrockner. Auf diese Weise kann die Feuchtigkeit auf großer Fläche aus dem Bezugsmaterial entweichen. Lassen Sie den Bezug im Schatten trocknen bzw. setzen sie ihn nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus.

Ein Aufhängen des Matratzenbezuges zum Trocknen empfiehlt sich nicht. Auch ist es nicht ratsam, den Bezug zum Trocknen in den Wäschetrockner zu geben, auch wenn dieses gemäß der Pflegesymbole eventuell möglich wäre. Wenn Sie den Bezug im Trockner trocknen wollen, sollten Sie dazu auf jeden Fall ein Programm mit ganz minimaler Hitzewirkung wählen, um ein Einlaufen des Materials zu verhindern.

Bringen Sie Matratzenbezug und Kern erst wieder zusammen, wenn der Bezug vollständig getrocknet ist.


Hinweise zur Matratzenpflege und Matratzenreinigung

Die korrekte Reinigung der Matratze inkl. der entsprechenden Hygiene ist gemeinsam mit der richtigen Matratzenpflege sehr wichtig, wenn es um eine möglichst lange Lebensdauer ohne Funktionseinbußen der Matratze geht. Insbesondere bei sehr hochwertigen Matratzen sollte deshalb im Bereich der Reinigung und Pflege nicht geschluddert werden.

Richtige Belüftung der Matratze

Matratzen müssen werden unserer Nachtruhe eine Menge Flüssigkeit aufnehmen. Diese Flüssigkeit muss während des Tages wieder abgegeben werden können. Dazu ist eine ausreichende Belüftung der Matratze erforderlich. Zur Belüftung der Matratze dienen u.a. die Abstände zwischen den Latten des Lattenrostes.

Zusätzlich empfiehlt es sich, dass Schlafzimmer morgens direkt nach dem Aufstehen zu lüften. Damit die Matratze möglichst viel Feuchtigkeit abführen kann, sollten Sie das Oberbett zurückschlagen oder idealerweise sämtliche Bettwaren aus dem Bett herausnehmen. Da Kopfkissen und Bettdecke auch viel Feuchtigkeit aufnehmen, ist es ratsam, auch diese so aufzuhängen oder abzulegen, dass eine gute Belüftung erfolgt und die aufgenommene Feuchtigkeit wieder entweichen kann.

Verfügt Ihr Bett über Schubladen oder einen Bettkasten, können Sie die Belüftung der Matratze weiter fördern, in dem Sie Schubladen oder Bettkasten öffnen.

Sollte Ihre Matratze auf einem Sockelpodest ohne Lattenrost bzw. einer luftundurchlässigen Unterlage liegen, stellen Sie sie am besten morgens hochkant hin, damit die Luft von allen Seiten durch die Matratze dringen kann.

Matratze regelmäßig drehen und wenden

Um Matratzen möglichst gleichmäßig „abzunutzen“, sollte man sie in regelmäßigen Abständen drehen und wenden (Kopfende wird zum Fußende, Oberseite wird zur Unterseite). Es gibt allerdings auch Matratzen, die nur zur einseitigen Nutzung konzipiert sind. Hierbei muss dann die Oberseite immer die Oberseite bleiben, ein Tauschen von Kopfende und Fußende ist jedoch in den meisten Fällen möglich und auch sinnvoll.

Womit kann man Matratzen reinigen?

Für die Matratzenreinigung empfiehlt sich der Einsatz einer weichen Bürste. Verwenden Sie diese, um die Oberfläche der Matratze regelmäßig abzubürsten. Eine weiche Bürste eignet sich zudem sehr gut für die Entfernung von Flecken aus der Matratze. – Insbesondere bei Matratzenbezügen aus robustem Gewebe wie z.B. Drell lassen sich viele Flecken einfach herausbürsten.

Insbesondere für Allergiker können spezielle Milbensauger interessant sein, die in verschiedenen Ausführungen im Handel erhältlich sind. Derartige Geräte kombinieren in der Regel die Funktion eines Staubsaugers mit UV-Licht, welches die Milben abtöten soll. Alternativ gibt es auch für einige Staubsauger spezielle Anti-Milben-Aufsätze. Der Nutzen von Milbensaugern wird teilweise angezweifelt.

Herkömmliche Staubsauger eignen sich nicht wirklich gut für die Reinigung von Matratzen, weil durch ihren Einsatz Polsterschichten verschoben oder auch Textilfasern beschädigt werden können. Wenn Sie Ihre Matratze mit einem Staubsauger reinigen wollen, sollten Sie unbedingt eine spezielle Polsterdüse aufsetzen und den Staubsauger mit möglichst geringer Leistung betreiben.

Von der Verwendung eines Teppichklopfers zur Matratzenreinigung ist ebenfalls abzuraten. Die gewünschte Reinigungswirkung ist mit einem Teppichklopfer kaum zu erzielen und es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass sich Polsterschichten der Matratze durch das Bearbeiten mit dem Klopfer verziehen, so dass die ergonomische Funktionalität der Matratze beeinträchtigt werden kann.

Wie kann man Matratzen vor Verschmutzung schützen?

Zu den Standardmaßnahmen für den Matratzenschutz gehört das Aufziehen eines Lakens. Zusätzliche Sicherheit bzw. einen zusätzlichen Schutz vor Verunreinigungen können Sie erreichen, wenn Sie die Matratze mit einer Auflage versehen. Derartige Auflagen gibt es u.a. in Form von Molton oder Kalmuck in verschiedenen Formaten und Ausführungen (zum Auflegen, Aufspannen oder auch als Spannbettlaken). Sie sind saugfähig und lassen sich in der Regel bei hohen Temperaturen in der Maschine waschen (Kochwäsche). Es gibt auch Produkte, die komplett feuchtigkeitsundurchlässig sind.

Bei den so genanntne Encasings handelt es sich um komplette Bezüge, die noch einmal zusätzlich über den eigentlichen Matratzenbezug gezogen werden. Sie lassen meist auch keine Feuchtigkeit durch und verfügen oft über spezielle Ausrüstungen gegen Milben.

Um Ihre Matratze zu schützen und ihre Lebensdauer zu verlängern, können Sie auch einen Topper auflegen. – Topper sind dünne Matratzen (meist zwischen 5 cm und 10 cm), die man überlicherweise von den Boxspringbetten kennt. Sie können bei den Toppern zwischen diversen Ausführungen wie z.B. Kaltschaum, Viscoschaum, Gelschaum oder Latex wählen. Die meisten Topper besitzen abnehmbare und waschbare Bezüge, die in ihren Dimensionen besser handelbar als die Bezüge der regulären Matratzen sind. Da Sie bei Nutzung eines Toppers nicht mehr auf Ihrer eigentlichen Matratze liegen, wird diese weniger beansprucht.

Wie oft sollte die Matratze gereinigt werden?

Wenn es um das Reinigen des Matratzenbezuges geht, reicht es in der Regel aus, wenn Sie diesen ein- bis zweimal pro Jahr waschen. Eine häufigere Reinigung ist meist nicht empfehlenswert, weil die funktionell konzipierten Materialien so unnötig belastet werden, was zu schnellerem Verschleiß führen kann.

Bei Flecken empfiehlt sich ein sofortiges Handeln, weil sich die meisten Verunreinigungen frisch besser beseitigen lassen.


Tipps: Flecken aus Matratzen entfernen

  • Blutflecken
    Um Blut bzw. Blutflecken aus der Matratze zu beseitigen, können Sie eine Paste aus Backpulver und kaltem Wasser im Verhältnis 3:2 anrühren. Tragen Sie das Gemisch großzügig auf das Blut auf und lassen Sie es für mindestens 30 Minuten einwirken. Säubern Sie die Matratze dann von der Backpulver-Paste und lassen Sie sie ordentlich abtrocknen, bevor Sie wieder ein Laken aufziehen.
    Sie können den Blutfleck alternativ auch zunächst mit kaltem Wasser abreiben, anschließend mit einer dicken Backpulver-Schicht versehen und dieses dann einwirken lassen. Im optimalen Fall saugt das Backpulver das Blut auf und Sie können es zusammen mit dem Backpulver von der Matratze entfernen. Behandeln Sie den Bereich der Matratze ggf. noch mit klarem Wasser nach und geben Sie der Matratze auch hierbei ausreichend Zeit zum vollständigen Abtrocknen.
    Neben Backpulver lassen sich Blutflecken auf Matratzen auch mit Soda-Lauge, Gallseife oder Kochsalzlösung behandeln.
    Grundsätzlich gehört Blut zu den Stoffen, die sich nur sehr schwer aus Materialien beseitigen lassen. Sie müssen deshalb damit rechnen, dass Sie die Blutflecken nicht vollständig aus dem Textilgewebe der Matratze entfernt bekommen.
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  • Kaffeeflecken
    Wenn Ihnen schwarzer Kaffee (ohne Milchzusatz) auf die Matratze gelaufen oder getropft ist, empfiehlt sich die einfache Behandlung mit lauwarmem Wasser. Meist lässt sich der Kaffeefleck damit schon vollständig beseitigen.
    Ein bewährtes Hausmittel zur Reinigung der Matratze bei Kaffeeflecken ist die Verwendung von ZItronensaft in Kombination mit Quark. Feuchten Sie den fleckigen Bereich dazu zunächst mit dem Zitronensaft an und tragen Sie danach eine Schicht Quark auf. Nun sollten Sie Zitrone und Quark für etwa vier bis fünf Stunden auf der Matratze einwirken lassen. Nehmen Sie dann den getrockneten Quark ab und bearbeiten Sie den Matratzenbereich mit Waschmittelschaum nach. Zum Abschluss sollten Sie noch mit klarem Wasser nachbehandeln, um auch letzte Reste vollständig zu entfernen. Dann Matratze gut abtrocknen lassen.
    Um Kaffee aus der Matratze zu entfernen, können Sie darüber hinaus auch gut Gallseife einsetzen.
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  • Rotweinflecken
    Zur Entfernung eines frischen Rotweinflecks auf der Matratze, empfiehlt sich der Einsatz von Mineralwasser (kohlensäurehaltig). Ist der Fleck bereits älter bzw. eingetrocknet, können Sie ihn mit Salz bestreuen und dieses eine Weile lang einwirken lassen. Nach der Einwirkzeit das Salz kurz absaugen und den Fleck ausbürsten.
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  • Stockflecken
    Bei Stockflecken (kein Schimmel!) können Sie die Matratze für ein paar Stunden in die Sonne stellen und die UV-Strahlung auf die Flecken wirken lassen. Dabei sollten Sie aber berücksichtigen, dass viele Matratzen direktes Sonnenlicht nicht wirklich gut vertragen, weshalb eine wiederholte Sonnenbehandlung nicht ratsam ist.
    Alternativ können Sie die Stockflecken auch mit etwas Buttermilch betupfen, die Sie danach etwas einwirken lassen und dann mit einem feuchten Tuch gut aus der Matratze auswaschen.
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  • Urinflecken
    Zur Beseitigung von Urin aus der Matratze eignen sich die beiden „Haushaltswunderwaffen“ Zitrone und Essig gleichermaßen gut. Tragen Sie entweder Zitronensaft oder Essig auf den Urinfleck auf und lassen Sie die Säure etwas einwirken. Dann können Sie den Fleck ausbürsten oder mithilfe eines Messerrückens abschaben. Anschließend sollten Sie den betroffenen Bereich noch einmal mit etwas Waschmittelschaum und dann mit klarem Wasser nachbehandeln, bevor Sie die Matratze trocknen lassen.
    Ähnlich wie beim Blut bleiben oft auch bei Urin noch gewisse Rückstände bzw. Ränder nach der Reinigung auf der Matratze zurück.

 


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