Heimsauna – Sauna zuhause

Informieren Sie sich auf Wohnen.de über die Heimsauna - viele Details und Hintergründe zur Sauna für Zuhause.

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Vor allem in der kalten Jahreszeit ist ein Saunabesuch eine wahre Wohltat und eine gute Maßnahme zur Stärkung der Gesundheit. Wer eine Heimsauna sein Eigen nennt, kann sich dieses besondere Wellness-Erlebnis äußerst bequem gönnen. Man muss nicht ins Auto steigen, um zum nächsten Sauna-Land oder Wellness-Bad zu fahren, sondern kann einfach zuhause dieser entspannenden „Beschäftigung“ nachgehen. Im Wohnen.de Magazin widmen wir uns dem Thema Heimsauna ausgiebig und informieren Sie außerdem zu vielen Hintergründen rund um die Sauna und das Saunieren.

 


Heimsauna – Infos und Tipps rund um den Saunabau

Infos zur Planung einer Heimsauna - jederzeit zuhause saunieren und entspannen!

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Die Sauna ist in Finnland ein fester Bestandteil der Wohn- und Lebenskultur. Aber auch hier in Deutschland findet die Sauna immer mehr Anhänger, was mit einem steigenden Angebot an Sauna-Lösungen für die Installation in den eigenen, privaten vier Wänden einhergeht. Die Vorteile einer Heimsauna liegen auf der Hand. Mit einer eigenen Sauna können Sie Saunieren bzw. Saunabaden, wann immer Sie die Lust dazu haben. Sie sind unabhängig von Öffnungszeiten und müssen keine langen Wege zurücklegen. Darüber hinaus haben Sie die Sauna in Ihrem Zuhause ganz für sich alleine. Sie können sie nach eigenen Wünschen gestalten und einrichten. Die Sauberkeit liegt komplett in Ihren Händen und Sie profitieren von absoluter Privatsphäre.

 

Wichtige Fragen zur Planung der Heimsauna
– Von wie vielen Personen soll die Sauna gleichzeitig benutzt werden?
– Wie häufig soll die Sauna genutzt werden?
– Wo können Sie eine Sauna in Ihrer Wohnung unterbringen? Welcher Standort ist der beste?
– Welchen Sauna-Typ bevorzugen Sie?
– Wie viel Geld können Sie für den Bau der Heimsauna ausgeben?


Verschiedene Bauarten und Hintergründe zum Saunaklima

Man unterscheidet im Saunabau zwischen Blockbohlen-, Massivholz- und Elementbauweise. Nicht jede dieser Bauweisen eignet sich für die Errichtung einer Heimsauna im Selbstbau-Verfahren. Weiterhin gibt es große Abweichungen zwischen den Bauarten hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und ihrer Güte. Für ein genussvolles und gesundes Schwitzen in der Sauna zuhause, sollten Sie eine Sauna wählen, welche Ihnen konstruktionsbedingt und aufgrund der eingesetzten Baumaterialien das echte finnische Saunaklima bieten kann.

Von maßgeblicher Bedeutung für das Saunaklima ist die Strahlungswärme, welche von der Decke und den Wänden der Sauna abgestrahlt wird. Nutzungsbereit oder „gar“ wie die Finnen sagen, ist die Sauna erst, wenn das Holz ausreichend Hitze bzw. Wärme-Energie aufgenommen hat. Aus diesem Grund ist ein langsamer Aufheizprozess der Sauna von großer Wichtigkeit.

 

  • Saunas in Elementbauweise
    Bei einer Sauna in Elementbauweise bestehen die Kabinenwände aus einer Holz-Rahmenkonstruktion, auf die dünne Profil-Holzlatten aufgenagelt werden. Damit der Energieverbrauch in Grenzen gehalten wird, werden die Hohlräume bei einer Elementsauna mit thermoaktiven Materialien (Kork, Mineralwolle) als Dämmung gefüllt. Damit die Feuchtigkeit nicht in die Isolierung der Sauna gelangen kann, wird eine Dampfsperre in Form einer Aluminiumfolie eingesetzt. Heimsaunas in Elementbauweise werden als fertige Bausätze in verschiedenen Maßen und mit unterschiedlichen Ausstattungen angeboten. Sie können sich aber auch eine Elementsauna entsprechend Ihrer individuellen Wünsche und Anforderungen bauen oder bauen lassen.

 

  • Saunas in Massivholzbauweise
    Bei einer Sauna in Massivholzbauweise werden die Wände aus vorgefertigten Holzabschnitten zusammengefügt.

 

  • Saunas in Blockbohlenbauweise
    In Finnland erfreuen sich die Blockbohlensaunen einer großen Popularität. Eine Sauna in Blockbohlenbauweise besitzt Wände aus Blockbohlen, welche eine Stärke von bis zu 95mm aufweisen können. In Abhängigkeit von der gewählten Holzqualität reicht für eine Heimsauna zur Privatnutzung eine Stärke von ca. 45mm aus. Die Blockbohlen werden in der Saunafertigung in Schichten übereinander gelegt und mithilfe einer Spannvorrichtung zu einer hitzedichten Wand für die Sauna zusammengepresst. Wie gut die Qualität einer Sauna in Blockbohlenbauweise ist, hängt in erster Linie von der verwendeten Holzart ab. Sehr empfehlenswert ist die Polarfichte für den Bau einer Blockbohlensauna, wobei das harte Kernholz zu bevorzugen ist.


Heimsauna – Vor- und Nachteile der verschiedenen Sauna-Bauarten


Elementsauna

Massivholzsauna

Blockbohlensauna
Vorteile
  • preiswerte Heimsauna-Lösung
  • ideal zur zeitsparenden Selbstmontage geeignet
  • vielfältiges Angebot hinsichtlich Form, Holzart und Farbgebung
  • bei einem Umzug kann die Sauna einfach abgebaut und mitgenommen werden
  • kostengünstige Lösung
  • wenig Montageaufwand
  • Reinigung mit Wasser und Seife möglich
  • die Saunawände bestehen komplett aus Holz
  • aufgrund der Material-stärke kann auf eine zusätzliche Dampfsperre und Isolierung verzichtet werden
  • problemlose Säuberung mit Wasser und Seife durchführbar
  • Ecküberstände sind verkämmt, Holzatmung ist – ohne Aufkommen von Spannungsrissen oder Undichtigkeiten – möglich
  • echt finnisches Saunaklima
  • hohe Robustheit und Langlebigkeit
  • kann im Inneren des Hauses oder im Freien untergebracht werden
Nachteile
  •  zu starkes Aufheizen der Kabinenwände – bedingt durch die Hitzereflektion der Aluminiumfolie hinter dem dünnen Holz
  • die natürliche Holz-atmung wird durch die Aluminiumfolie unterbunden, was Nachteile auf das Saunaklima hat
  • Geruchs- und Hygieneprobleme – zum Reinigen der Elementsauna sollten zum Beispiel Wasser und Seife keine Verwendung finden, da bei einer „nassen“ Säuberung u. U. Feuchtigkeit in die Isolierschicht eingebracht werden könnte
  • die Wandelemente können nicht miteinander verkämmt verbunden werden, weshalb in der Regel an den Stoßstellen keine Dichtigkeit von 100% erreicht wird
  • Lebensdauer der Massiv-holzsauna oft geringer und nur schwer bestimmbar, weil das Holz u. a. durch das Aufheizen und Abkühlen der Sauna stark belastet wird
  • hohe Anschaffungskosten
  • für Selbstbau / Selbstmontage ist Erfahrung und handwerkliches Geschick erforderlich – nur für fortgeschrittene Heimwerker empfehlenswert

 

Der Vollständigkeit halber sei auch noch die Erdsauna erwähnt, die als Urform der Sauna gilt und von den Finnen als „Maasauna“ bezeichnet wird. Diese Art der Sauna wurde ursprünglich durch das Graben eines Loches in die Erde gebaut, welches anschließend mit Moos und Ästen bedeckt bzw. ausgekleidet wurde. Mittig im Erdloch war ein Ofen aus aufeinander getürmten Steinen untergebracht, der zwischendurch mit Wasser überschüttet wurde. Einen Abzug gab es in der ursprünglichen Form der Erdsauna nicht. Die Temperatur der Decke konnte deshalb bis zu 120°C betragen. Da der Erdboden ansonsten jedoch in der Regel gefroren war, war es insgesamt in der Erdsauna auszuhalten. Heutzutage gibt es moderne Varianten der Erdsauna, die sich durch herausragende Eigenschaften (alle Vorzüge der Sauna in Blockbohlen-Bauweise) sowie ein außergewöhnliches Naturerlebnis auszeichnen. Für den Bau einer Erdsauna benötigen Sie Fachleute, wobei die Anschaffungs- bzw. Errichtungskosten ab ca. 55.000 € anfangen. Ein Luxus, den sich wohl nur die wenigsten unter uns leisten können oder wollen.

Die Heimsauna im Garten: Gartensauna
Gartensauna zuhause: Charmante Fasssauna direkt am Pool

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Eine Sauna im Außenbereich ist etwas ganz Besonderes. Vor allem dann, wenn ein See oder ein Fluß in der Nähe ist, ist das Sauna-Erlebnis noch einmal deutlich gesteigert. Im heimischen Garten darf es natürlich auch ein Swimmingpool oder naturnäher ein Schwimmteich sein.

Für den Bau einer Gartensauna empfiehlt sich die Blockbohlen-Bauweise. Sie können sich dabei zwischen einer reinen Saunahütte oder aber einer größeren Sauna-Anlage inklusive Ruhebereich, Abkühlraum und ggf. Umkleide entscheiden. Wählen Sie einen Standort für die Sauna aus, der eine ausreichende Größe aufweist und ruhig sowie vor neugierigen Blicken geschützt gelegen ist.

Für den Eigenbau eignet sich eine Gartensauna in Blockbohlen-Bauweise nur bedingt, da aufgrund der Witterungs- und Temperatureinwirkung sehr hohe Anforderungen an einen fachgerechten Aufbau gegeben sind. Ebenfalls sollten Sie bei einer Außensauna darauf achten, dass die Holzqualität sehr hoch ist.

Alternativ und deutlich kostengünstiger können Sie eine Saunakabine z.B. in Form einer Elementsauna zum Einbau auch mit einem Gartenhäuschen kombinieren, welche im Handel in diversen Ausführungen und Größen angeboten werden. Die Sauna ist in diesem Fall durch das Gartenhaus bestens vor äußeren Einflüssen geschützt und Sie kommen in Abhängigkeit von der Größe Ihres Gartenhauses in den Genuss einer kompletten Wellness-Landschaft bzw. Saunaanlage, die Sie nach eigenen Wünschen einrichten und gestalten können.

Empfehlenswert sind außerdem so genannte Fasssaunen, welche in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Optisch sieht die Fasssauna, die mitunter auch als Saunafass bezeichnet wird, tatsächlich aus wie ein Fass. Zu den Vorzügen dieser Außensauna gehören ein geringer Bedarf an Grundfläche sowie extrem hohe Wirkungsgrade hinsichtlich der Luft- und Wärmezirkulation. Das Volumen der runden Sauna ist darüber hinaus optimal nutzbar, weshalb sich hier mehr Personen als in einer klassischen Rechteck- oder Quadratsauna bei identischer Stellflächengröße unterbringen lassen. Die Montage einer fertig gekauften Fasssauna ist nicht schwerer als die eines herkömmlichen Gartenhauses, so dass Sie für diese Aufgabe nicht zwingend ein Profi-Heimwerker sein müssen. Eine Abwandlung der Fasssauna ist die Saunatonne, welche sich durch eine runde Stellfläche auszeichnet und senkrecht eine größere Höhe aufweist. Diese Bauform ist noch einmal besonders platzsparend und eignet sich so auch für kleinste Gärten optimal.


Standortwahl für die Heimsauna

Heutzutage gibt es Saunalösungen für nahezu jeden Standort in der Wohnung – vom Keller bis zum Dachgeschoss. Der Platzbedarf einer Heimsauna ist abhängig von Art sowie Modell und beginnt bereits bei etwa einem Quadratmeter. Wie groß die Saunakabine bemessen sein sollte, hängt davon ab, wie viele Personen die Sauna nutzen (siehe Kasten unten).

 

Tipps zur Auswahl des richtigen Standortes für die Sauna zuhause

 

  • Achten Sie bei der Auswahl des Standortes für Ihre Heimsauna darauf, dass sich der gewählte Ort bequem erreichen lässt, ruhig gelegen ist und eine positive Atmosphäre vermittelt.

 

  • Für den Betrieb der Sauna bzw. für eine komfortable Nutzbarkeit sollte der bevorzugte Aufstellort Anschlüsse für Strom, Wasser und ggf. Abwasser bieten.

 

  • Wenn Sie keine neuen Funktionsräume zusätzlich zur Sauna einrichten wollen, sollten Sie bedenken, dass Ihr vorhandenes Bad und WC eine Rolle beim späteren Saunieren spielen werden. Eine gute bzw. bequeme Erreichbarkeit der Sanitäranlagen von der Sauna aus, sollte entsprechend gewährleistet sein (Stichwort: „kurze Wege“).

 

  • Generell sollte der Raum für die Sauna eine Mindesthöhe von 2,20 m aufweisen. Wenn Sie Ihre Saunakabine frei im Raum aufstellen wollen, benötigen Sie eine Raumhöhe von 2,40 m. Der Abstand zwischen Saunawand und Zimmerwand sollte mindestens 40 cm betragen. Sollten Sie einen kompletten Raum zu Ihrer Heimsauna umfunktionieren, ist es günstig, wenn die lichte Raumhöhe (Oberkante Fußboden bis Unterkante Decke) bei 2,25 m liegt.

 

  • Wenn Sie Ihre Sauna im Außenbereich (Garten) errichten wollen, sollten der Aufstellort z. B. durch einen entsprechenden Sichtschutz vor Einblicken gesichert sein. Idealerweise bietet sich ein Plätzchen in der Nähe eines natürlichen Gewässers (Teich, See, Fluss) oder an einem Pool für die Sauna an.

Wie groß sollte die Heimsauna sein?
Die erforderliche Größe der Saunakabine hängt – wie bereits oben erwähnt – von der Anzahl der Nutzer ab. Generell rechnet man pro Person mit einem Quadratmeter Fläche. Wird Ihre Sauna also dauerhaft von beispielsweise vier Personen gleichzeitig verwendet, sollte sie eine Mindestgröße von vier bis fünf Quadratmetern aufweisen.
Planen Sie die Einrichtung einer umfangreicheren Saunaanlage mit entsprechenden Funktionsräumen (Umkleidebereich, Ruhezone, Abkühl- und Duschraum) benötigen Sie selbstverständlich mehr Platz als für die alleinige Unterbringung einer Saunakabine. Auch hier können Sie grob mit einem Quadratmeter pro Person pro Funktionsraum rechnen. Eine Saunaanlage, die auf die Bedürfnisse von vier Personen zugeschnitten ist, sollte dementsprechend über eine Fläche von etwa 16 bis 20 Quadratmetern verfügen.


Saunaanlage daheim: Ergänzende Funktionsräume zur Heimsauna

Moderne Saunaanlage: Wellness vom Feinsten in den eigenen vier Wänden!

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Wenn Sie eine umfangreiche Saunaanlage realisieren wollen, sollten Sie sich vorab einige Gedanken zur Anordnung der einzelnen Bereiche machen. Berücksichtigen Sie dabei, dass Umkleidezone, Dusch- und Sanitäreinrichtungen nebeneinander angeordnet sein und sich vor der eigentlichen Saunakabine befinden sollten. Für maximale Entspannung sollte die Ruhezone direkten Anschluss an die Sauna haben. Achten Sie generell auf kurze Wege, insbesondere von der Saunakabine zum Freiluft-Bereich, der in Form eines Fensters oder eines Außenzugangs (Balkon, Terrasse, Garten) vorliegen kann.

 

Das kostet der Betrieb einer Heimsauna

Auch nach dem Bau Ihrer Privatsauna, verursacht diese Kosten bei jedem Saunagang. Wie hoch diese Kosten ausfallen, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und steht nicht zuletzt mit der Qualität Ihrer Saunakabine in enger Verbindung. Um die Betriebskosten der Heimsauna niedrig zu halten, lohnt es sich, bei der Wahl der Sauna ein Modell mit dicken Holzwänden zu bevorzugen. Je stärker das Holz der Kabinenwände ausfällt, desto geringer ist die Wärmeabweichung nach außen.

Im Wesentlichen werden die Unterhaltskosten bzw. die Kosten für den Betrieb Ihrer Sauna durch Bauweise und Größe der Kabine sowie die Art der Beheizung (Elektro, Holz) bestimmt.


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