Messing – Eigenschaften, Definition und Aussehen

Messing

Messing

Messing ist eine Kupferlegierung. Dabei sind die Hauptbestandteile Kupfer und Zink. Messing hat je nach seinem Zinkgehalt unterschiedliche Farbtöne. Bei einem Zinkgehalt von ca. 20% weist es eine bräunliche oder bräunlich-rötliche Färbung auf. Steigt der Zinkgehalt über 36%, dann ist das Messing eher hellgelb bis weißgelb.

Die Eigenschaften von Messing sind sehr vielseitig. So ist Messing beispielsweise amagnetisch. Dies bedeutet, dass es nicht von anderen magnetischen Feldern angezogen wird und keine Funken schlägt.

Messing kann durch unterschiedliche Legierungskomponenten, wie Mangan, Nickel oder Aluminium, verschiedene Eigenschaften haben. Je nach Zusatz sind andere Eigenschaften ausgeprägt. Allerdings weisen fast alle Messing-Legierungen eine gute Leitfähigkeit, Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit auf.

Die Geschichte von Messing

Es gibt zwei Ansätze, woher der Name Messing stammt. Einer sagt, der Name stamme von einem Volk in der Kolchis, einer antiken Landschaft zwischen dem schwarzen Meer und dem Kaukasus. Dieses Volk wurde Mossynoiken genannt. Bei der anderen Version wird ein Zusammenhang mit dem lateinischen Wort für einen Metallklumpen auf dem offenen Herd gesehen. Das Wort dafür ist Massa. Sicher ist jedoch, dass die Legierung schon Aristoteles bekannt war, der von 384 – 322 v. Chr. lebte.

Um 1550 n. Chr. wurde Messing erstmals aus Kupfer und Galmei erschmolzen, aber erst seit dem 17. Jahrhundert wird es mit seinen heutigen Hauptbestandteilen Kupfer und Zink hergestellt. Im Mittelalter wurde Messing vor allem in Aachen, Flandern, Brabant und Maastal verarbeitet. In der romanischen Zeit wurden oft Güsse mit Figurenschmuck aus Messing hergestellt. So zum Beispiel auch der Leuchter im Mailänder Dom. Später wurde Messing dann auch für verschiedene Haushaltsgeräte genutzt.

Verschiedene Messingsorten und deren Verwendung

Es gibt verschiedene Sorten von Messing, die sich durch ihren Zink- und Kupfergehalt unterscheiden. Die verschiedenen Sorten und ihre Verwendung sind:

  • Tombak
  • Goldmessing
  • Tafelmessing
  • Talmigold
  • Gelbguss
  • Sondermessing

Tombak findet seine Verwendung vor allem im Kunstgewerbe, bei Schmuck oder im Waffenbereich als Geschossmantel von Gewehrprojektilen und Pistolen. Goldmessing hingegen hat gute tongebende Eigenschaften und wird daher gerne für Blasinstrumente genutzt. Tafelmessing ist in der Uhrenherstellung beliebt.

Talmigold wird eher für günstigeren Schmuck genutzt, da es sich hier nicht um Gold-Tombak handelt, sondern um eine Rotgusslegierung, die mit Gold plattiert ist. Mit dem Gelbguss wurde durch die sogenannten Gelbgießer kleine Gegenstände gefertigt, wie Mörser, Figuren oder Knöpfe. Für verschiedene Konstruktionsteile wird Sondermessing aufgrund seiner hohen Festigkeit und seiner guten Gießbarkeit verwendet. Auch im Bereich Möbel und Betten wird Messing heute gebraucht.

Wie wird Messing hergestellt?

Im heutigen Verfahren der Messingherstellung werden die Metalle Zink und Kupfer miteinander legiert, also verschmolzen. Je nach Verwendungszweck werden der Legierung noch weitere Metalle in Anteilen hinzugefügt. Die Farbe von Messing wird beispielsweise durch den Zink-Gehalt beeinflusst, während die Korrosionsbeständigkeit, durch die Zugabe von Nickel herbeigeführt wird.

Wenn beispielsweise Messing Schmuck oder eine Messing Uhr hergestellt werden soll, wird eine andere Zusammensetzung der Anteile von Zink und Kupfer verwendet, wie bei anderen Gebrauchsgegenständen, wie einem Messing Türgriff.