Was ist Frottee?

Frottee

Frottee

Das Wort Frottee (Frottier, Frotté) leitet sich von dem französischem Wort frotter für abreiben oder trocken reiben ab. Frottee ist ein Textilgewebe mit guter Saugfähigkeit, weshalb es traditionell vor allem als Heimtextilien im Bad Verwendung findet. Ein Handtuch aus Frottee gibt es vermutlich in jedem deutschen Haushalt, auch Bademäntel aus dem Stoff sind beliebt. Charakteristisch für das Textil sind die vielen Schlingen, welche das Volumen und die damit einhergehende hohe Saugfähigkeit der Stoffe ausmachen.

Haben Sie sich schon mal gefragt: Wer hat Frottee erfunden? Zu der genauen Herkunft von Frottee gibt es nur wenig Informationen, aber man vermutet, dass es in der Türkei entstanden ist. Dort wurde es von dem Engländer Henry Christy, bei seinem Besuch am Hof des Sultans, entdeckt. Das Unternehmen Christy ist bis heute führender Lieferant von Frotteewaren in England. Besonders Christy Handtücher gehören zu den beliebtesten Handtüchern aus Frottee. Aber auch Centa Star Frottierware zeigt sich in Deutschland als beliebt.

Wie wird Frottee hergestellt?

Es gibt vier Kategorien von Frottee:

  • Walk-Frottee
  • Zwirn-Frottee
  • Verlours-Frottee
  • Wirk-Frottee

Walkfrottee ist sehr weich und wegen der großen Schlingen besonders saugfähig. Daher sind Walkfrotte Handtücher sehr beliebt. Gezwirnter Frottee besteht aus zwei Garnen, die bei der Herstellung miteinander verdreht werden. Durch die gezwirnten Schlingfäden hat der Stoff festere und robustere Eigenschaften. Ein Handtuch aus Zwirnfrottee eignen sich bestens für Massagen. Veloursfrottee ähnelt dem Walkfrottee und ist weich, die Schlingen sind jedoch aufgeschnitten. Auf der Oberfläche entsteht so ein kurzer Flor, der ein samtenes Gefühl erzeugt. Die neuste Art der Herstellung ist Wirkfrottee, welcher nicht gewebt, sondern gewirkt wird. Er vereint alle guten Eigenschaften in einem Material, denn er ist weich, hat eine leichte Massagewirkung und nimmt Feuchtigkeit gut auf.

Die Frotteestoffe bieten, egal in welcher Webart, entscheidende Vorteile als Heimtextilien. Neben der Verwendung als Handtücher, Bademäntel und Waschlappen im Bad, wird aus Frottee auch kuschelige Bettwäsche hergestellt, ebenso wie ein Spannbetttuch aus Frottier. Gerade für Kinder und Menschen, die zu starkem Schwitzen im Schlaf neigen, eignen sich Frottee-Textilien aus diesen Kategorien gut. Die Bettwäsche wird meist aus Baumwolle hergestellt, das Gewebe ist pflegeleicht und widerstandsfähig. Auch für den Sport gibt es praktische Accessoires und Angebote aus Frottier-Waren.

Häufige Fragen zu Frottee:

Was tun wenn Frottee fuselt?

Das Material sollte vor dem ersten Gebrauch in die Waschmaschine, damit sich alle Fussel beim Waschgang entfernen. Manchmal sind mehrere Waschgänge nötig, bevor sich das fuseln einstellt. Generell fusselt der Stoff später nur, wenn das Material beschädigt wird. Als weitere Hilfe, um Abnutzung und damit Fusseln der Stoffe zu vermeiden, sollte man die Waschmaschine immer mindestens halbvoll laden. Bei einer leeren Maschine kommt es schneller zu Beschädigungen.

Wie bleibt Frottee weich?

Natürlich sollen Handtürcher, genau wie ein Bademantel oder Bettwäsche aus Frottee, lange kuschelig weich belieben. Die gängige Methode ist deshalb der Griff zum Weichspüler. Einige haben jedoch das Gefühl, dass Frottee durch Weichspüler die Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit verliert, was besonders bei einem Handtuch stört. Auf der Suche nach einer guten Alternative können Sie es mit Essig oder Zitronensaft probieren. Daneben können auch Tabletten zur Entkalkung der Maschine zur Hilfe nehmen, denn sie lösen den Kalk aus Wäschefasern.

Wie wäscht man Frottee?

Frotteestoff kann bei 60 °C in die Waschmaschine und in den Trockner. Bei knalligen Stoffen in uni oder mit Muster sollte man auf jeden Fall auf niedrige Temperaturen verzichten, da der Stoff sonst Farbe verlieren kann. Es ist wichtig, dass der Stoff beim Trocknen bewegt wird, sonst kann es vorkommen, dass er hart wird. Auf Bügeln können Sie beim Frottee verzichten.