Kaufratgeber Saugroboter – was sie können und was nicht

Ein Saugroboter ist auf den ersten Blick eine enorm sinnvolle und praktische Anschaffung. Aber können die modernen Geräte auch tatsächlich mit einem herkömmlichen Staubsauger mithalten? Ist der Fußboden anschließend genauso flusen- und staubfrei wie nach der Bearbeitung mit einem der altbewährten Produkte?

Saugroboter Kaufberatung

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Die Vorteile eines Saugroboters
Staubsaugen ist eine lästige, zeitraubende Angelegenheit, die nicht viele Fans hat. Wer darauf verzichten möchte oder kaum Zeit für die Hausarbeit hat, liegt mit einem Saugroboter also zunächst einmal richtig. Obwohl er in der Anschaffung noch immer recht teuer ist, rechnet sich der Kauf gerade für Familien mit Kindern oder Besitzer von Haustieren, denn für diese Menschen ist das tägliche Staubsaugen schon fast ein „Muss“. Krümel, Katzen- oder Hundehaare sowie Flusen lassen sich auf diese Weise schnell und einfach entfernen, ohne dass unnötig Zeit verloren geht. Auch wenn sich plötzlich Besuch angekündigt hat oder der Haushalt vor dem Weg ins Büro noch schnell einmal etwas auf Vordermann gebracht werden soll, leistet der Saugroboter gute Dienste. Einige Abstriche müssen Verbraucher allerdings machen, denn die heutigen Geräte sind längst noch nicht perfekt.

Die Tücken der modernen Haushaltshelfer
Sie sind ein wenig ungeschickt und ecken trotz hochmoderner Sensoren auch gerne mal irgendwo an. Außerdem bevorzugen sie gerade geschnittene Räume, die möglichst sparsam eingerichtet sind und über keine Winkel verfügen. Versperrt ihnen ein Möbelstück den Weg, könnte es unter Umständen sogar zu einer Fehlermeldung kommen. Je nach Hindernis kann es auch passieren, dass der Saugroboter seinen Weg zur Basisstation nicht mehr selbstständig zurückfindet. In diesem Fall muss der Besitzer dann eingreifen. Ein weiterer Nachteil: Teilweise fährt das Gerät immer nur die gleichen Stellen ab und „vergisst“ den Rest des Raumes. Zudem arbeiten selbst die teuersten Geräte noch immer nicht so gründlich wie ein manueller Staubsauger. Mit kleinen Hinterlassenschaften muss also gelegentlich immer mal gerechnet werden, auch wenn die Saugleistung der einzelnen Modelle mittlerweile deutlich verbessert wurde (siehe hierzu den Test „Kaufratgeber Saugroboter auf testsieger.de„). Zimmerecken sind übrigens ganz besondere „Sorgenkinder“, sie werden von fast allen Geräten vernachlässigt.

Für welchen Untergrund sind Saugroboter geeignet?
Harte Böden liebt der Saugroboter ganz besonders.
Dazu gehören vor allem:

  •     Laminat
  •     Parkett
  •     Linoleum oder PVC
  •     Fliesen

Hier liefert das Gerät auch die mit Abstand besten Ergebnisse. Teppiche mit einem nicht allzu langen Flor werden meist auch noch ordentlich sauber, flauschige Bodenbeläge mit einem Flor von mehr als zwei Zentimetern Länge könnten dagegen bereits zu einem Problem werden. Besitzer von besonders langhaarigen Katzen oder Hunden müssen unter Umständen ebenfalls mit einer Enttäuschung rechnen. Bei einigen Geräten verwickeln sich die Haare nämlich um die einzelnen Saugbürsten, was zu einer wahren Tortur für Gerät und Besitzer werden kann.

Worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten
Ein wirklich hilfreicher und vielseitig einsetzbarer Saugroboter sollte unbedingt über eine Fernbedienung verfügen. Auf diese Weise kann er im Notfall auch einmal schnell aus einer „misslichen Lage“ befreit werden, beispielsweise wenn er unter dem Sofa festklemmt oder sich hinter einem Schrank „versteckt“. Sehr sinnvoll ist auch ein systematischer Reinigungsmodus, der eventuell sogar noch mit unterschiedlichen Programmen ausgestattet ist. Der Saugroboter arbeitet sich dann systematisch durch den kompletten Raum, ohne einzelne Stellen auszulassen oder seinen Radius ständig zu wiederholen. Wer es besonders komfortabel liebt, kauft ein Gerät mit Timer: In diesem Fall kann der Saugroboter programmiert werden, so dass er sich zu einer festen Uhrzeit selbstständig an die Arbeit macht. Dies erfreut vor allem Berufstätige, denn so dürfen sie sich beim Heimkommen auf eine bereits fertig gesaugte Wohnung freuen.

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