Cocooning, ein Lebensgefühl und letztlich ein Einrichtungsstil
Im Jahr 2011 geht ein Rekordjahr für die Möbel- und Heimtextilbranche zur Neige. Ein Jahr, dessen Erfolge sich aller Voraussicht nach wiederholen. Denn Wohnkultur wird immer wichtiger. In rauer werdenden Zeiten hält der Trend nach Rückzug und Geborgenheit ungebrochen an.
Zur Wohnkultur gehören neben Möbeln vor allem auch Heimtextilien. Diese sind vielfältiger denn je. Modernste Techniken geben ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten. Farben und Formen werden dabei von der Natur abgeschaut. Man holt sich ins Haus, was ein gutes Gefühl erzeugt, was Wärme vermittelt. Hier geht es um Emotionalität. "My Home is my castle." Das bedeutet unter anderem auch die Rückkehr der Tapete. Sie bringt schnell und einfach Wärme und Behaglichkeit ins Haus.
Der "Used Look", neu aber nicht seelenlos Nichts ist schlimmer, als ein Raum, der aussieht wie der Ausstellungsraum eines Möbeldiscounters. Dieser Erkenntnis trägt der "Used Look" Rechnung. Das gilt vor allem für Stoffe, Teppiche und Tapeten. Es soll bewohnt aussehen. Auch dies vermittelt Wärme und Behaglichkeit.
Auch eine gekonnte Mischung verschiedener Stile schafft Leben und Abwechslung. Hier sind die Menschen längst selbstbewusster geworden. Zur kühlen Front einer modernen Küche kann durchaus ein silberner Kronleuchter passen, ebenso wie neben Opas Lehnsessel die moderne Stehlampe sehr gut aussehen kann.
Multifunktionsräume, zum Leben, Arbeiten und Feiern Zum Cocooning gehören auch lange Abende mit Freunden. Ein Trend, der nicht nur großen Küchen eine Renaissance beschert hat. Es geht um die Entgrenzung von Raum und Funktion. Multifunktionsräume entstehen, Räume in denen gekocht, gegessen und gelebt wird.
Solche Räume brauchen auch Multifunktionsmöbel. Die Top-Designer haben sich auf den Trend eingestellt und ganze Wohnphilosophien für offene Räume entwickelt. Der Trend geht zur Verkleinerung, kleine Möbel für viel Platz. In Wohnräumen sind das vor allem Regale, Kommoden und Vertikos.
Besondere Anforderungen werden an die Polstermöbel gestellt. Sie sollen sich stets verändernden Bedingungen anpassen können. Wohnlandschaften sind einzeln verstellbar und mit einer schönen Rückseite versehen. So bieten sie der Familie eine große Liegefläche zum gemütlichen Fernsehabend oder, je nach Bedarf, viel Sitzfläche für Abende mit Freunden.
Das Gleiche gilt auch für den Esszimmertisch. Im Normalfall klein und gemütlich in der Ecke, erstrahlt er bei Bedarf als große Tafel im Kerzenschein. Dazu braucht es dann wieder funktionales Design. Insbesondere was Stühle betrifft. Die in großer Zahl vorhanden und gleichzeitig gut zu verstauen sein müssen.
Gemütlichkeit und Funktion Gemütlichkeit und Funktion sind gefordert. Dies gilt auch für 2012. Richtige Farben, passende Möbel und gute Materialien. Die Wohnung ist der wichtigste Rückzugsort und je schneller sich die Welt dreht, umso mehr brauchen die Menschen Ruhe und Geborgenheit in ihren eignen vier Wänden.
Heimtextilien 2012 - Aufstand der Farben
Selbstverständlich spielen bei Heimtextilien viele Dinge eine wichtige Rolle. Zum einen sollte die Funktionalität, zum anderen natürlich auch das Material stimmen. Decken aus Kaschmir überzeugen beispielsweise in den beiden genannten Punkten gleichermaßen. Denn sie halten schön warm, was für ihre Funktionalität spricht und vermitteln zudem ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Denn die Kaschmirwolle ist sehr weich. Doch letztlich kommt es noch auf einen dritten Punkt an. Das Design darf nicht vergessen werden. Im Jahre 2012 ist Mut zur Farbe angesagt, denn viele Designer setzen auf knallige Farbtöne und ausgefallene Muster. Insgesamt sind viele Menschen eher skeptisch und zurückhaltend, wenn es um die Farbgestaltung ihres Zuhauses geht. Dabei bringt ein wenig mehr Mut in diesem Bereich eine ganz andere Stimmung und Freude in einen Raum. Geht es nach den Designern, sollte man auch zwischen Farben für den Sommer und solchen für den Winter unterscheiden. Denn in der kalten Jahreszeit sind warme und behagliche Farben eher angenehm, im Sommer hingegen kühle und klare Farben beziehungsweise Strukturen.
Dabei sollte allerdings jeder darauf achten, sein Zuhause schrittweise zu verändern. Denn sicherlich bringt es nichts, plötzlich alles bunt zu machen, bloß weil der allgemeine Trend es so vorgibt. Besser ist, zunächst nur einige wenige Akzente zu setzen. Gewöhnt man sich an das neue Bild und bemerkt womöglich sogar positive Veränderungen der eigenen Stimmung, kann man mit der Zeit immer mutiger werden.
Knallige Farben und teilweise recht schrille und ausgefallene Muster, halten durch die Heimtextilien nun direkten Einzug in die Wohn- und Schlafzimmer. Allerdings darf bei diesem Aufstand der Farben nicht vergessen werden, dass besonders Naturprodukte immer noch am besten wirken, wenn sie auch in natürlichen Farbtönen angeboten werden. Dazu muss gesagt werden, dass sie diese Töne nicht mehr nur im Bereich beige, braun und anderen Erdtönen bewegen müssen. In der Natur kommen genügend Pflanzen vor, die durch ihre Blüten einen sehr kräftigen, aber dennoch natürlichen Farbstoff liefern können. So können auch Decken oder Ähnliches aus Naturfasern in sehr kräftigen und bunten Farben daher kommen. Natürlich entscheidet letztlich immer noch der persönliche Geschmack, aber der Trend geht auf alle Fälle zu Heimtextilien, die durch ihre Farbvielfalt überzeugen und damit ein Stück weit Lebensfreude und Optimismus ausstrahlen. Jeder sollte sich ein wenig davon in sein eigenes Heim holen.
Wie Sie kleine Küchen einrichten können
In der Küche hält man sich im Allgemeinen sehr lange auf, auch wenn manchen das nicht auf den ersten Blick auffällt. Von daher ist es sehr wichtig das dieser Bereich des Lebensraumes nicht nur funktionell gut eingerichtet ist, sondern auch eine gemütliche und entspannte Atmosphäre vermittelt. Es gibt bei der Planung aber einige Gesichtspunkte zu berücksichtigen, die durchaus wichtig sind. Wie viel Personen nutzen die Küche? Daher ergibt sich der Stauraum, der eingeplant werden muss. Soll in der Küche auch noch eine kleine Ecke bleiben, um ein Tischchen zu platzieren, wenigstens um dort zu frühstücken oder eine kleine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Welche Geräte sollen in die Küche? Muss die Waschmaschine ebenfalls mit in die Küche, weil sonst keine andere Möglichkeit besteht, diese anzuschließen. Gibt es Haustiere, die ebenfalls noch eine kleine Ecke in der Küche benötigen für Ihren Futter- und Wassernapf.
Hat man in der Nähe der Küche einen Abstellraum, den man als Vorratsschrank nutzen will? Diese Fragen klingen vielleicht hier und da auf den ersten Blick überflüssig, aber gerade bei sehr kleinen Küchen, oder allgemein einer kleinen Wohnung muss jeder Schritt gut bedacht werden, um später auch nicht in Platznot zu kommen, oder das gar wichtige Accessoires keinen Platz mehr finden an denen man sie stellen kann.
Die Planung der Küche hängt auch sehr davon ab, wie die Anschlüsse dort platziert sind, denn nach diesen muss man sich bei dem Stellen der Geräte im groben richten. Wenn man Leitungen noch mal verlegen will, kann das sehr teuer kommen, gerade wenn es sich um die Wasseranschlüsse handelt und die Wand geöffnet werden muss. Hat man bereits eine Küche, die aus der alten Wohnung mitgenommen wird, sollte man sich den Plan, den man von dieser hat, vornehmen und mit dem Grundriss der neuen Küche abgleichen, was man wo stellen könnte. Ist eine Mitnahme aufgrund der Größe nicht möglich, sollte man gerade bei sehr kleinen Räumen sehr hohe Oberschränke einplanen, wenn es der Abstand zur Decke zulässt. Ganz einfach aus dem einfachen Grund, da man immer Gegenstände und Küchenutensilien besitzt, die man nicht so häufig benötigt, sei es die Bowleschale, die nur zu Silvester zum Einsatz kommt oder Geräte, die selten benutzt werden. Diese kann man dann in das obere Fach, das man bei einer normalen Körpergröße wohl nicht ohne Stuhl erreicht, deponieren, und hat in den unteren Regalböden Platz für häufig benötigte Dinge.
Ist der Platz in der Küche sehr knapp bemessen und man möchte auf die Mikrowelle nicht verzichten, so sollte man diese einbauen in einen Schrank, da gibt es mittlerweile sehr schöne Modelle bei fast allen gängigen Küchenprogrammen. Das ist die effizienteste Nutzung des Raumes. Wer es ganz platzsparend möchte und nicht sparen muss, kann auch einen Backofen mit Mikrowelle kaufen, diese sind natürlich gegenüber einfachen Herden schon teuerer aber eben die raumfreundlichste Variante.
Beim Geschirrspüler kann man auf die 45 cm Breite zurückgreifen, um mehr Platz für normale Unterschränke zu schaffen. Eine Spüle in der Ecke schafft auch noch ein bisschen mehr Raum auf der Arbeitsplatte, da die Ecken sonst eh immer nur teilweise gut genutzt werden. Zusätzliche Arbeitsfläche in einer angenehmen Höhe gewinnt man, indem man keinen Tisch in die Küche stellt, sondern eine Frühstücksbar an die Arbeitsplatte anschließt und einfach kleine Hocker anstatt richtiger Stühle verwendet.
Mit ein paar kleinen Tricks kann man aus einem noch so kleinen Raum ein Paradies für jeden Koch zaubern, in dem man sich auch ohne Probleme über mehrere Stunden beschäftigen kann, ohne das man das Gefühl hat zu wenig Atmosphäre zu haben. Eine gute Planung ist da schon der wichtigste Schritt, nur sollte man sich wirklich ausreichend Gedanken machen und diese auch in Stichpunkten notieren.