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Dichtstoffe

dichtstoffspritzeBei den Dichtstoffen sind für den Heimwerker vor allem Produkte auf Acrylatbasis und Produkte auf Silikonkautschukbasis von Bedeutung. – Dabei gibt es verschiedene Zusammensetzungen und es kann für den weniger erfahrenen Selbermacher schwierig sein, das richtige Produkt für die jeweilige Anwendung zu finden.

 


Einige Dichtstoffe im Detail:

Acryl


Acryl ist in der Regel deutlich günstiger als Silikon. Es lässt sich ohne Probleme überstreichen und eignet sich vor allem für Fugendichtungen, die nur geringen Bauteilbewegungen unterworfen sind. Als plastischer Dichtstoff weist Acryl ein Dehnvermögen von circa 10% auf.

Silikone


Es werden zwei Arten von Silikonen aufgrund ihres Trocknungsverhaltens unterschieden. Prinzipiell eignet sich Silikon als universeller Fugendichter, es ist elastisch und hat ein Dehnvermögen von circa 25%.

Essigvernetzende, sauervernetzende, acetatvernetzende Silikone

Diese Silikone reagieren mit Luftfeuchtigkeit und setzen dabei das Lösemittel frei, bis sie vollkommen durchgehärtet sind.

Neutralvernetzende Silikone


Diese Silikone sind neben chemischen Lösungsmitteln auch auf Wasserbasis gelöst. Beim Durchtrocknen verdunsten diese Silikone das Wasser anstatt Luftfeuchtigkeit aufzunehmen.

Durch chemische Zusätze entstehen Spezial-Silikone für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche:

Sanitärsilikon


Beim Sanitärsilikon werden fungizide (pilztötende) Stoffe zugesetzt, die der Schimmelbildung vorbeugen, die durch organische Verschmutzungen hervorgerufen werden kann. Dieses Silikon wird in Bad oder Küche eingesetzt.

Küchensilikon


Küchensilikon ist wie das Sanitärsilikon schimmelresistent. Es wurde speziell für die empfindlichen Bereiche entwickelt, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird. Das Küchensilikon setzt keine gesundheitsschädlichen Dünste frei.

Acrylwannensilikon


Dieses Spezialsilikon ist so zusammengesetzt, dass empfindliche Sanitärobjekte aus Acrylkunststoff an der Oberfläche nicht angegriffen werden.

Bausilikon


Bausilikon gehört zu den neutralvernetzenden Silikonen und eignet sich für den Einsatz im Außenbereich. Das Bausilikon haftet auf vielen bautypischen Untergründen und ist außerdem durch Zusatzstoffe gegen die negative Wirkung der UV-Strahlung der Sonne geschützt.

Marmor- und Naturstein-Silikon

Beim Marmor- und Naturstein-Silikon handelt es such um ein reines, neutrales Silikon. Würde man bei empfindlichen Naturstein ein sauervernetzendes Silikon verwenden, könnte es zu einer Verfärbung des Steins kommen.

Hochtemperatur-Silikon

Ein extrem hitzebeständiger Spezialist ist das Hochtemperatur-Silikon, das aufgrund seiner spezifischen Zusammensetzung Temperaturen bis zu 300°C aushält und sich damit beispielsweise ideal als Dichtstoff im Bereich von Öfen einsetzen lässt.

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Acryl statt Putz



Bei Putzfassaden kann es vorkommen, dass sich durch Spannungen oder Setzungen im Mauerwerk kommt, was Risse im Putz zur Folge hat. Diese Risse können Sie mit dem so genannten Fassadenacryl abdichten. Dazu müssen Sie die Risse zunächst etwas aufstemmen und anschließend gründlich säubern. Danach drücken Sie das Acryl tief und großzügig in die Fuge. Fassadenacryl besitzt übrigens eine Beimischung aus körnigem Material, was hinterher dazuführt, dass das Fassadenacryl zu einer putzähnlichen Oberfläche aushärtet.

 
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